Ein einwöchiger Schüleraustausch zwischen dem I.E.S. Gregori Maians in Oliva und der Spanischklasse der 12. Jahrgangsstufe führte uns vor Weihnachten an die Costa del Azahar, die Küste der Orangenblüte.
So viel verspricht der in Deutschland bekannte Markenname Valensina bereits: fruchtbares Anbaugebiet um Valencia, trifft auf Orangen der Sorte Valencia Late bzw. Apfelsine – eine Anspielung, die sich wunderbar auf unsere Partnerschule übertragen lässt. Diese liegt in Oliva, einer Kleinstadt der Region Valencia, die von ausgedehnten Orangenhainen umgeben ist.
18 Schülerinnen und Schüler der Spanischklasse Q12 nahmen an der Fahrt des Programms Erasmus+ teil, begleitet von den Lehrkräften Frau Meingast, Herrn Oberleitner und Herrn Winkler. Aufgrund begrenzter Unterbringungsmöglichkeiten wohnten sechs Bamberger zusammen mit den Lehrkräften in einem Appartementhotel direkt am Strand; die übrigen Teilnehmer wurden wie geplant in Gastfamilien untergebracht. Der morgendliche Spaziergang zur Schule führte durch Orangen-, Mandarinen- und Zitronenplantagen voller reifer Früchte, wodurch trotz des Regens in der ersten Wochenhälfte eine mediterrane Stimmung aufkam. Unerschrockene ließen es sich nicht nehmen, die Wassertemperaturen des Mittelmeeres im Dezember zu testen.
Das Programm verband europäische Geschichte, Kunst, Wirtschaft und valencianische Kultur. Zu den Höhepunkten zählten der Besuch des Borgiapalastes sowie des Fallas-Museums in Gandia. In Denia erkundeten wir arabische Spuren in der spanischen Sprache, Kultur und Lebensart und ordneten regionale Geschichte in europäische Zusammenhänge einordneten. In Valencia begeisterten uns das Kunstmuseum Hortensia Herrero Art Center sowie die Stadt der Künste und der Wissenschaften. Daneben erhielten wir durch einen Kräuter-Workshop in der Schule Einblicke in regionale Pflanzen – inklusive der Herstellung eines Kräutersalzes und einer Handcreme. Unsere Gastschüler brachten uns zudem kulinarische Besonderheiten in Form eines gemeinsamen zweiten Frühstücks, das gut vorbereitet sein sollte, und eines spanischen Backkurses zu Weihnachtsgebäck näher.
Neben Teamarbeit und interkultureller Kompetenz erlebten wir die spanische Spontanität in der Programmgestaltung hautnah. Die Gastfamilien umsorgten uns herzlich - und mit weit mehr als täglichen Oragenlieferungen in die Hotelunterkunft. Durch teils fehlende Englischkenntnisse der Gasteltern und unserer fehlenden Kenntnisse in valenciano waren wir gezwungen, unser castellano aktiv einzusetzen, was natürlich unsere Spanischlehrer sehr freute.
Die Teilnehmer kehrten mit bleibenden Eindrücken und einer gestärkten europäischen Perspektive von dieser Erasmus+-Fahrt nach Bamberg zurück.
Für den Gegenbesuch im Juni blicken wir optimistisch auf eine Fortsetzung des Austausches – zwar nicht an der Küste der Orangenblüten, aber vielleicht ja passend zur Kirschblüte in der Fränkischen.
Wi












