Die Klasse 9a nahm an einem Stadtrundgang durch Bamberg teil, um die Spuren des Nationalsozialismus vor Ort zu erkunden. Begleitet von ihrem Geschichtslehrer Herrn Najar und einer Mitarbeiterin der Initiative „Geschichte für alle“ erfuhren die SchülerInnen, wie präsent die NS-Zeit noch heute in ihrer Stadt ist. Am Maxplatz wurde deutlich, dass dort einst Massenveranstaltungen der Nationalsozialisten stattfanden. An enteigneten Geschäften, vor dem Gerichtsgebäude am Wilhelmsplatz und vor dem Franz-Ludwig-Gymnasium erfuhren sie mehr über die stückweise immer weiter erfolgte Entrechtung und Verfolgung von jüdischen Menschen und wie die Ideologie der Nazis immer weiter in den Alltag der Kinder und Jugendlichen Einzug hielt. Besonders bewegend war die Geschichte des jüdischen Bürgers Willy Aron, die zeigte, dass die Opfer keine anonymen Personen waren, sondern Menschen aus der eigenen Umgebung.
Auch die Rolle der Schule im NS-System wurde thematisiert: Unterrichtsinhalte und Aktivitäten bereiteten Kinder gezielt auf Krieg vor. Zudem wurde Bamberg als „Stadt des BDM“ ein Zentrum nationalsozialistischer Jugendorganisationen. Die Zerstörung der Synagoge in der Reichspogromnacht verdeutlichte die Verfolgung jüdischen Lebens.
Der Rundgang machte Geschichte greifbar und zeigte, dass sie direkt vor unserer Haustür stattfand.
Celia von Rotenhan und Sophie Hain, 9a














